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Das Problem

Lesen ist die wichtigste Kulturtechnik überhaupt. Wer nicht lesen kann, muss in unserer alphabetisierten Welt u. U. solange er lebt sehr schmerzliche Einschnitte in Kauf nehmen. Alles beginnt in der Schule.

Legastheniker erleben oft schon in der 1. und 2. Klasse, dass sie lesen schwerer lernen als ihre Mitschüler. Manche kommen über den verzweifelten Kampf mit den Buchstaben nie hinaus, andere lernen mühsam das langsame Erlesen von Wörtern, wieder andere können fast fließend lesen, sind aber so sehr auf das Erlesen konzentriert, dass sie den Text nicht verstehen und ihn immer wieder lesen müssen. Besonders erwachsene Legastheniker haben dieses Problem. Lesen bleibt für sie anstrengend, so dass sie nach einer halben Seite das Buch entnervt in die Ecke knallen (O-Ton eines 49-jährigen Arztes).

Was kann die Davis®-Methode?

Legastheniker mögen es nixht glauben, aber sie sind nicht dumm. Dumm sind nur die
Methoden, die ihrer Art zu denken und zu lernen nicht gerecht werden. Die
Davismethode erhebt für sich den Anspruch, einen Weg gefunden zu haben, wie
Legastheniker ebenso leicht und perfekt lesen lernen können wie andere auch.
In der Beratungswoche werden dazu die Grundlagen gelegt und erste Fortschritte zeigen dem Klienten, dass er auf dem richtigen Weg ist. Manchmal gibt es jetzt schon, manchmal erst nach einigen Wochen einen richtigen Schub. Soll aber die Legasthenie vollständig korrigiert werden, wird es in der Regel für das perfekte Lesen ein Jahr und mehr regelmäßiger, konsequenter, beständiger Weiterarbeit bedürfen.

Zur Lesemethodik

Jeder Legastheniker braucht ein individuelles Beratungsprogramm. Im Kern ist es aber eine Variation des Standardprogramms und der spezifischen Methode des Lesenlernens, wie es von Davis in "Legasthenie als Talentsignal" beschrieben wird. Je nach Lesestatus lernt der Betroffene, wie er in drei Schritten das Lesen lernen kann: Das sind das buchstabierende Lesen, das in der Regel nicht dem üblichen lautierenden Lesen folgt; dann das mit den Augen über das Wort gleitende Lesen und schließlich das verstehende Lesen - dies wird ermöglicht oder verbessert, indem sich der Betroffene jeweils ein inneres Bild von der Bedeutung des gelesenen Satzes macht. Da Lesen ebenso wie das Üben des Lesens immer sicher, leicht und entspannt geschehen muss, wird es immer nur kurze über die Beratungswoche verteilte Übungseinheiten geben. Viel mehr Zeit benötigt in der Regel die grundlegende Arbeit, die der Beseitigung der legasthenischen Lernhindernisse dient.

Die Korrektur der Wahrnehmung

Schon in den ersten Stunden lernt der Klient mit der Davis-Orientierungstechnik seine Wahrnehmung zu kontrollieren. Dies erleichtert den Leselernprozess bereits erheblich, da es Verwirrung und Desorientierung abfangen kann. Der Klient hat so die Gewähr, dass er das, was die Augen sehen, ohne Verzerrung wahrnimmt und erkennt, so weit es ihm schon bekannt ist.

Die Symbolbeherrschung

Wenn der Legastheniker gelernt hat, wie er seine Wahrnehmung kontrollieren
kann, ist das Kernproblem noch nicht gelöst, vor allem, wenn die Desorientierung sehr häuftig und heftig auftritt. Daher muss die korrekte Wahrnehmung stabilisiert werden. Das ist nur möglich, wenn die Hauptauslöser von Verwirrung und Desorientierung beseitigt werden. Nun sei daran erinnert, dass Legastheniker visuell/räumliche Denker sind und zum Lernen entsprechende Wahrnehmungsprozesse ablaufen, siehe "Legasthenieverständnis". Da aber Buchstaben und Wörter nur Symbole sind, haben sie ein Problem, wenn damit keine dreidimensionalen Bilder verknüpft sind. Dieses Problem wird mit der Davismethode der Symbolbeherrschung gelöst. Eine zentrale Rolle kommt dabei den von den Klienten selbst aus Plastilin geformten und geschaffenen Buchstaben und Modellen zu. Dieser kreative, multisensorische Ansatz hat sich am besten bewährt. Zunächst gilt es, im großen und kleinen Alphabet die Buchstaben aufzuspüren, die in Form, Lautbedeutung, Name ... noch Verwirrung auslösen. Meistens gelingt es schon in der Beratungswoche, diese Buchstaben zu beherrschen.  Ähnliches geschieht mit den Satzzeichen.   

Das Problem der "bildlosen" Wörter

Ein besonderes Problem stellen aber die Wörter dar, die ihre Bedeutung nur im Zusammenhang mit anderen sinntragenden Wörtern erkennen lassen. Das Wort "auf" z.B. macht nur Sinn, wenn zwei Sinnträger, z.B. "Buch" und "Tisch", in Beziehung gebracht werden. Dies gilt im Prinzip für alle sog. Funktionswörter (Artikel, Pronomen, Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen...). Ohne Zusammensetzungen und Beugeformen sind das weniger als 200, aber sie machen mehr als die Hälfte der gesprochenen oder geschriebenen Sprache aus. Weil sie in der Mehrzahl kleine Wörter sind und sehr häufig gebraucht werden, können auch Legastheniker sie oft lesen und schreiben. Dass etwas nicht stimmt, merkt man dann z.B. daran, dass diese Wörter immer wieder mal willkürlich ausgetauscht werden (statt "es" wird vielleicht "der" gelesen). Der Klient kennt die Wörter also, er hat nur keine bildhafte Vorstellung der Bedeutung für sie.

In der Beratungswoche lernt der Klient nun, wie er mit Knetmodellen ein Bild von der Bedeutung solcher Wörter schaffen kann. Diese Arbeit kann in der Woche natürlich nur erklärt und begonnen werden. Danach wird es noch etwa ein Jahr dauern, bis schließlich die Wahrnehmung von Schriftsymbolen die gleiche Konstanz wie bei Nichtlegasthenikern hat.

 
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