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Wer sich schwer tut, das richtige Schreiben zu erlernen, muss womöglich ein Leben lang erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Viele Legastheniker suchen sich deshalb z.B. einen Beruf oder einen Job, in dem sie möglichst wenig schreiben müssen. "Ich will Holzfäller werden in Kanada", erklärte uns ein 15-jähriger hochbegabter Junge.

Wenn sich nun Legastheniker in der Rechtschreibung verbessern wollen, müssen zuerst zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Sie müssen ausreichend lesen und schreiben können. Darauf aufbauend wird ihnen besonders das Orientierungsverfahren (Wahrnehmungskontrolle) und die Technik der Symbolbeherrschung helfen. Es können meist schon in der 5-tägigen Beratungswoche verblüffende Fortschritte erzielt werden, indem die Fehlerzahl auf die Hälfte oder gar ein Drittel und noch weiter gesenkt wird. Mancher Legastheniker hat dann sein Ziel, den "grünen Bereich" der Bewertung, schon erreicht, wenn er z.B. in einem 100-Wörter-Diktat statt 20 nur noch 7 Fehler macht. Viele sind aber viel weiter zurück. Für sie bedarf es auch mit den Davis®-Techniken einer längerfristigen, kontinuierlichen Arbeit, über die dann am Ende der Beratungswoche gesprochen wird. Gerade für sie sind deutliche Fortschritte, auch wenn sie noch nicht endgültig ausreichen, zwingend notwendig, weil sie erleben müssen, dass sie vorankommen und die Rechtschreibung lernen können. Erlebte Fortschritte ermutigen und motivieren für die Weiterarbeit.

Was in der Beratungswoche geschieht

Das Basisprogramm ist nahezu das gleiche wie bei der Leseschwäche. Und wie beim Lesenlernen kann es auch hier immer nur kleine, über die Beratungswoche verteilte Arbeits- und Übungseinheiten geben, die überdies dem individuellen Status des Klienten angepasst sein müssen. Für alle gilt es aber, wie nachfolgend dargestellt, Anfangserfolge zu erzielen, diese Erfolge zu sichern, die Rechtschreib-Lernfähigkeit generell zu erhöhen und schließlich auch Rechtschreiblücken zu schließen.

1. Anfangserfolge:

Legastheniker sind oft extrem verwirrt und unsicher, erleben das Schreiben mehr oder minder als ein Chaos von Buchstaben, so dass sie erheblich mehr Fehler machen als nötig. "Ich kann mich beim Schreiben nicht richtig konzentrieren", ist eine typische Erklärung, wo in Wahrheit die Wahrnehmung verzerrt ist. Haben Legastheniker erst einmal gelernt, wie sie ihre Wahrnehmung kontrollieren und korrigieren können, sind Anfangserfolge wie die vorhin beschriebenen wahrscheinlich, indem "Flüchtigkeitsfehler" und auch ein Teil der Unsicherheitsfehler vermieden werden, ohne dass sie schon etwas dazugelernt haben müssen. Erst jetzt, durch den optimierten Zugriff auf schon vorhandenes Rechtschreibwissen erfahren sie, was sie wirklich schon können, und es wird erkennbar, was wirklich noch fehlt.

2. Absicherung von Fortschritten und die Verbesserung der Lernfähigkeit:

Bessere Leistungen sind jetzt zwar möglich, müssen sich aber im schulischen,
beruflichen und häuslichen Alltag erst bewähren. Das wird fürs Erste gelingen, wenn in der Beratungswoche nichts geschieht, was den optimierten Zugriff auf das eigene Rechtschreibwissen durch neue Verwirrung und Verunsicherung gefährdet. Vor allem ein forsches Training von Rechtschreibprinzipien (Regeln) muss zunächst vermieden werden. Langfristig hilft bildhaft denkenden Legasthenikern dagegen am besten die unter der Woche erlernte Technik der Symbolbeherrschung, da sie die korrekte Wahrnehmung so weit stabilisieren kann wie bei Nichtlegasthenikern auch, (siehe Leseschwäche).

Die Wahrnehmungskontrolle kurzfristig, die Symbolbeherrschung längerfristig
können auch eine neue Rechtschreib-Lernfähigkeit herstellen und verbessern.
Diesem Ziel dient meist auch der erste Schritt der Lesetechnik, da
Legastheniker häufig ein Problem mit der Blickrichtung haben. Dann erzieht
das "buchstabierende Lesen" die Augen dazu, Wörter mit allen Buchstaben, in
der richtigen Reihenfolge, von links nach rechts bewusst wahrzunehmen und
sich so besser einzuprägen.

3. Dazulernen - Erweiterung des Rechtschreibwissens:

Lücken im Rechtschreibwissen, die sich im Laufe der Woche verstärkt zeigen, können in aller Regel innerhalb der Beratungswoche nicht geschlossen werden. Der Legastheniker wird aber erfahren, wie es geht und was er tun muss. Er lernt
zunächst Übungsformen, die sich eng an korrekten Rechtschreibvorbildern
orientieren und noch keine "Regeln" trainieren. Erst danach folgt eine bildhafte Einführung in die Arbeit mit noch unbekannten oder nicht beherrschten Rechtschreibprinzipien und evtl. vorsichtigen "Regel"-Übungen.

 
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